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23.10.2013

Preis für Synbreed Dissertation


Dr. Hubert Pausch erhält den Förderpreis für herausragende Dissertationen der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde e. V. (DGfZ)

 

Große Ehre für jungen Forscher vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan: Dr. Hubert Pausch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Tierzucht der Technischen Universität München (TUM) und zugleich Mitglied des TUM-geführten Innovationsclusters Synbreed, wurde mit dem diesjährigen Förderpreis für herausragende Dissertationen der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde e.V. (DGfZ) ausgezeichnet.

Seit 2004 zeichnet die DGfZ besonders interessante und richtungweisende wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten im Bereich der Tierproduktion mit einem Förderpreis aus. In diesem Jahr durfte sich Dr. Hubert Pausch vom TUM-Lehrstuhl für Tierzucht am Wissenschaftszentrum Weihenstephan über den mit 1.500 Euro dotierten Nachwuchsforscherpreis freuen: Seine Dissertation mit dem Titel „Genome-wide analysis of complex traits in cattle“ trug zur Aufklärung der genetischen Architektur wichtiger Merkmale des Rindes bei.

Im Rahmen seiner Doktorarbeit führte Pausch genomweite Assoziationsstudien durch. Mit diesem Ansatz wird das Erbgut eines Nutztiers genau unter die Lupe genommen: So können einzelne Genorte für komplexe Merkmale - wie etwa die vor UV-Licht schützende Augenpigmentierung oder der Verlauf der Geburt - identifiziert und anschließend ihr Beitrag zur Ausprägung dieses Merkmals beim einzelnen Tier evaluiert werden. Pausch hat in seiner Arbeit zum ersten Mal gezeigt, wie man die Verwandtschaftsbeziehungen in einer Nutztierpopulation bei der Durchführung der Methode effizient und vollständig berücksichtigen kann.

Die wichtigste Erkenntnis seiner Arbeit: Beim Rind erklären - im Gegensatz zur Situation beim Menschen - einige wenige Genorte einen bedeutenden Anteil der Merkmalsausprägungen. Diese Genorte können präzise kartiert werden. Das Erbgut von Zuchtbullen kann nun gezielt untersucht werden, um unerwünschte Merkmalsausprägungen zu vermeiden und die Tiergesundheit durch züchterische Maßnahmen zu verbessern. Die Dissertation und die Publikationen, die im Rahmen des Forschungsverbundes „Synbreed“ entstanden sind, haben bereits große internationale Beachtung gefunden.

Quelle:

TECHNISCHE UNIVERSITÄT MÜNCHEN

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